ALfA-Newsletter vom 19.12.2003

+++ Der nächste ALfA-Newsletter erscheint am 09. Januar 2004. Die Redaktion wünscht allen Leserinnen und Lesern frohe Weihnachten und ein gutes Neues Jahr! +++

News

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Indirektes Klonverbot erreicht? EU regelt Handel mit Zellen und Gewebe

Strassburg (ALfA). Das Europäische Parlament ist mit seiner Forderung nach einem kompletten Verbot des Klonens menschlicher Embryonen gescheitert. Das berichten die "Basler Zeitung" (Online-Ausgabe vom 16. Dezember), das "Deutsche Ärzteblatt" (Online-Ausgabe vom 17. Dezember) sowie "Die Tagespost" (Ausgabe vom 18. Dezember). Nach langem Ringen mit dem Ministerrat habe das Parlament nun einem Kompromiss zugestimmt. Der am 16. Dezember vom Europaparlament in zweiter und abschließender Lesung verabschiedete Richtlinienentwurf sehe aber vor, dass Zellen und Gewebe für Transplantationen in der EU grundsätzlich unentgeltlich und freiwillig gespendet werden.

Laut der Zeitungen erklärte der CDU-Politiker und Europaabgeordnete Peter Liese, die Forderung nach einem umfassenden Klonverbot sei angesichts des Widerstandes einiger EU-Staaten nicht durchzusetzen gewesen. Allerdings würde durch das nun vereinbarte Verbot der Kommerzialisierung von Zellen indirekt ein Klonverbot erreicht. Frauen würden kaum bereit sein, ohne finanzielle Vorteile Eizellen zum Klonen zur Verfügung zu stellen. Ausdrücklich werde in der "Richtlinie zur Festlegung von Qualitäts- und Sicherheitsstandards für die Spende, Beschaffung, Testung, Verarbeitung, Lagerung und Verteilung von menschlichen Geweben und Zellen" auch auf die medizinischen Risiken hingewiesen, die durch embryonale Stammzellen ausgingen. "Das Ergebnis, das wir erzielt haben, gibt keinen Anlass zu überschwenglichem Jubel, aber wir haben dem Rat wichtige Zugeständnisse abgerungen", so Liese in einer Pressemitteilung (17. Dezember).

(mehr dazu: www.baz.ch; www.ärzteblatt.de; www.die-tagespost.de)

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Ran an die Arbeit: Frankreich macht Weg frei für PID und Embryonenforschung

Paris (ALfA). Die Pariser Nationalversammlung hat neue Anwendungsmöglichkeiten der Präimplantationsdiagnostik (PID) befürwortet. Das melden das "Deutsche Ärzteblatt", die österreichische Tageszeitung "Kurier" sowie das schweizerische "St. Galler Tagblatt" (Online-Ausgaben vom 12. Dezember). Am 11. Dezember hätten die französischen Abgeordneten einer Neuregelung zugestimmt, nach der die genetische Überprüfung von künstlich erzeugten Embryonen in bestimmten Fällen, etwa wenn eine schwere, vererbbare Krankheit vorliegt, genehmigt werden solle. Wie die Zeitungen weiter berichten, sollen darüber hinaus auch gezielt Zellen zur Behandlung bereits geborener Geschwister gewonnen werden dürfen. Vor dem Inkrafttreten müsse die Neuregelung noch von der zweiten Parlamentskammer, dem Pariser Senat, befürwortet werden.

Daneben hat die Nationalversammlung eine Fünf-Jahres-Frist für die Forschung an sogenannten überzähligen Embryonen eingesetzt, so die Zeitungen weiter. Fünf Jahre lang solle nun an Embryonen geforscht werden dürfen, die von ihren Eltern nach einer künstlichen Befruchtung nicht mehr gewollt werden. Medizinische Versuche sollen laut dem "Ärzteblatt" dann gestattet sein, wenn von ihnen "grosse therapeutische Erfolge" zu erwarten seien. "Wir schaffen uns einen Zeitraum von fünf Jahren, dann sehen wir weiter", zitiert das Blatt den Pariser Gesundheitsminister Jean-Francois Mattei. Forschungsministerin Claudie Haignere sprach von einem "wirklichen Fortschritt für unsere Labors, die sich an die Arbeit machen können", so das "Ärzteblatt".

(mehr dazu: www.aerzteblatt.de; www.kurier.at; www.tagblatt.ch)

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Neue Studien beweisen: Hohes Fehlbildungsrisiko bei künstlicher Befruchtung

Heidelberg (ALfA). Neue Studien belegen ein erhöhtes Risiko von Fehlbildungen bei künstlicher Befruchtung. Das berichtet die katholische Tageszeitung "Die Tagespost" (Ausgabe vom 18. Dezember) unter Berufung auf die aktuelle Ausgabe der Zeitschrift "Spektrum der Wissenschaften" (12/2003). Demnach sprechen Wissenschaftler in Finnland von einem 1,4-fach höheren Risiko für angeborene Fehlbildungen. An der Universität in Westaustralien sei sogar ein doppelt so hohes Fehlbildungsrisiko erkannt worden. In Mainz hätten Wissenschaftler kürzlich verlauten lassen, dass bei der intracytoplasmatischen Spermieninjektion (ICSI) 16 Prozent der Kinder Fehlbildungen aufwiesen. Bei natürlich gezeugten Kindern betrage die Rate etwa 5 Prozent.

Die Gründe für die Fehlbildungen, beispielsweise die Lippen-Kiefer-Gaumen-Spalte, der offene Wirbelkanal, Wasserkopf, Herzfehler oder Defekte der Nieren, Bauchspeicheldrüse und der Geschlechtsorgane, sind leicht nachvollziehbar, so "Die Tagespost" weiter. Während bei einer natürlichen Zeugung mehr als 1 Million Spermien beteiligt seien, seien es bei der üblichen In-vitro-Fertilisation nur 50.000 bis 100.000. So sei die Wahrscheinlichkeit, dass ein fehlerhaftes Spermium in die Eizelle eindringt, deutlich höher als bei einer natürlichen Zeugung. Auch die von dem natürlichen Vorgang abweichenden äußeren Bedingungen während der künstlichen Befruchtung könnten die Ursache für Entwicklungsstörungen sein.

(mehr dazu: www.die-tagespost.de)

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Neue Ära in Infarkt-Therapie? Studie belegt Wirksamkeit adulter Stammzellen

Hannover (ALfA). Eine neue Studie hat den Nachweis erbracht, dass durch eine Therapie mit adulten Stammzellen das Herz nach einem Infarkt zur Selbstheilung angeregt und das Herzmuskelgewebe regeneriert wird. Das berichtet die österreichische Tageszeitung "Der Standard" (Ausgabe vom 15. Dezember). Auf einer Tagung in Hannover habe Helmut Drexler von der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) die Ergebnisse der bisher weltweit größten Studie vorgesellt. "Wir versprechen uns große Fortschritte in der Therapie", zitiert das Blatt Drexler. Wenn nun sogenannte Multicenter-Studien, an denen mehrere Kliniken beteiligt sein müssen, die Wirksamkeit bestätigten, stünde die Therapie von Herzinfarkt-Patienten vor einer neuen Ära.

Für die Therapie wird dem Herzinfarkt-Patienten Knochenmark entnommen. Die daraus gewonnenen, gereinigten Stammzellen werden dem Patienten in die Infarkt-Arterie am Herzen injiziert. Laut der Zeitung ist diese neuartige Therapie bei der eineinhalbjährigen Studie der MHH bei 30 Patienten eingesetzt worden. Weitere 30 Patienten seien auf herkömmliche Art behandelt worden und hätten als Kontrollgruppe gedient. Wie Helmut Drexler berichte, sei durch die Stammzell-Therapie die Pump-Leistung des Herzens erheblich verbessert worden. Wesentlich geringer sei nach der Therapie auch das Risiko, dass der Patient eine Herzschwäche bekomme.

Vor zwei Jahren war die Stammzelltherapie bei Herzinfarkt-Patienten weltweit erstmals in Düsseldorf angewendet worden. Im August diesen Jahres hat der Düsseldorfer Kardiologe Eckehard Strauer berichtet, dass es allen 34 behandelten Patienten sehr gut gehe (vgl. ALfA-Newsletter vom 29. August).

(mehr dazu: http://derstandard.at)

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"Ausverkauf des Menschen": Greenpeace droht Stammzellforscher Brüstle mit Klage

Hamburg (ALfA). Greenpeace hat den Bonner Stammzellforscher Oliver Brüstle durch Androhung einer Klage aufgefordert, auf sein Patent zur kommerziellen Verwertung menschlicher Embryonen zu verzichten. Das teilte die Umweltschutzorganisation der Presse mit (18. Dezember). Das Patent mit der Nummer DE 19756864 sei 1999 im Eilverfahren vom deutschen Patentamt erteilt worden. Laut Patentschrift sollten unter anderem menschliche Embryonen, ähnlich wie das Klon-Schafes Dolly, produziert werden. Im Auftrag von Greenpeace ist jetzt von einem Münchener Anwalt eine Klageschrift vorbereitet worden, die am 18. Dezember Brüstle zugeleitet wurde. Darin wird er aufgefordert, bis Ende Februar auf sein Patent zu verzichten, ansonsten soll eine gerichtliche Auseinandersetzung eingeleitet werden.

"Das Patent von Oliver Brüstle fördert den Ausverkauf des Menschen," sagt Christoph Then, Patentexperte von Greenpeace. Das Patent beruhe in weiten Teilen darauf, menschliche Embryonen aus wirtschaftlichen Gründen zu erzeugen und zu zerstören. "Es unterhöhlt die ethischen Grenzen und leistet damit der Kommerzialisierung des menschlichen Körpers insgesamt Vorschub", so Then.

Ein mögliches Verfahren gegen Brüstle würde vor dem Bundespatentgericht in München geführt. Klagegegenstand sei die Verletzung ethischer Grenzen, wobei insbesondere auf das Embryonenschutzgesetz Bezug genommen werde. Die Klage wäre das erste derartige Verfahren vor einem deutschen Patentgericht und damit ein wichtiger Präzedenzfall, heißt es in der Pressemitteilung.

Greenpeace hat erstmals im Februar 2003 gegen die Erteilung des Patentes protestiert und Bundesjustizministerin Brigitte Zypries aufgefordert, rechtliche Schritte gegen das Patent einzuleiten. Die Justizministerin hat es jedoch ausdrücklich abgelehnt, sich in diesem Zusammenhang für die Einhaltung ethischer und rechtlicher Grenzen zu engagieren, so die Umweltschutzorganisation. Auch lasse sie klar erkennen, dass sie sich nicht für eine grundsätzliche Korrektur des Patentrechtes auf europäischer Ebene einsetze, wie die Bundesregierung dies mehrfach angekündigt hatte. Nach Ansicht von Greenpeace wäre das aber notwendig, um ähnliche Patente in Zukunft zu verhindern.

Das Europäische Patentamt hat in einem ähnlichen Fall im Jahr 2002 ein Patent auf menschliche Embryonen der Universität von Edinburgh widerrufen, zugleich aber ausdrücklich festgestellt, dass Zellen aus der menschlichen Nabelschnur und von abgetriebenen Föten sehr wohl patentiert werden könnten. Die Entscheidung des Europäischen Patentamtes ist im November 2003 von den Patentinhabern angefochten worden. Laut Greenpeace haben sie aufgrund der unklaren Gesetzeslage durchaus Chancen, große Teile des Patentes im jetzt gestarteten Beschwerdeverfahren wieder zu erhalten.

(mehr dazu: www.greenpeace.de)

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Stammzellforschung ohne Grenzen? EU-Parlament lehnt Antrag ab

Brüssel (ALfA). Das Europäische Parlament hat einen Änderungsantrag der Sozialdemokratischen Fraktion abgelehnt, mit dem die EU-Kommission aufgefordert werden sollte, Embryonenforschung ohne ethische Grenzen zu fördern. Das erklärte der CDU-Europaabgeordnete und Vorsitzende der Arbeitsgruppe Bioethik der größten Fraktion im Europäischen Parlament (EVP-ED) Peter Liese gegenüber der Presse (18. Dezember). Die Sozialdemokraten hätten gefordert, dass die Bestimmungen des 6. Forschungsrahmenprogramms ab dem 1. Januar 2004 in diesem Bereich angewandt werden. Dies hätte bedeutet, dass weder ein Stichtagsdatum noch die sonstigen Beschränkungen, die die Europäische Kommission ausdrücklich vorgeschlagen hat, berücksichtigt worden wären.

"Der Antrag der Sozialdemokraten war absurd", erklärte Liese. Durch die Ablehnung des Änderungsantrags sei klar, dass das Europäische Parlament nicht hinter einer Haltung stehe, die der Europäischen Kommission einen Freibrief für die Embryonenforschung ab dem 1. Januar 2004 gibt.

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1.000 Euthanasie-Tote in nur einem Jahr: Belgische Ärzte legen Zahlen vor

Brüssel (ALfA). Belgische Ärzte schätzen die Zahl der Euthanasie-Toten seit der Legalisierung der aktiven Sterbehilfe im Herbst 2002 auf etwa 1.000. Das meldet der katholische Nachrichtendienst "kath.net" (12. Dezember). Auf einem Euthanasie-Forum habe es geheißen, die von der Regierung vor kurzem veröffentlichte Zahl von 250 sei nicht korrekt. Man müsse mit bis zu 1.000 Menschen rechnen, die durch Beihilfe zum Selbstmord ums Leben gekommen seien. Trotzdem plädiert ein Sprecher der Ärzte, Wim Distelmans, für eine Ausweitung der Gesetzgebung auf Teenager und chronisch kranke Menschen, etwa Alzheimer-Patienten, so "kath.net" weiter. Zudem sollten Ärzte, die Euthanasie ablehnten, gezwungen werden, ihre Patienten zu Kollegen zu schicken, die Euthanasiebefürworter seien.

In Belgien ist Euthanasie straffrei, wenn der Wunsch nach aktiver Sterbehilfe von einem an einer unheilbaren Krankheit leidenden Patienten bei Bewusstsein mehrfach und freiwillig schriftlich oder vor Zeugen geäußert wurde. Sämtliche Euthanasie-Fälle sollen von einer Kontrollkommission geprüft werden.

(mehr dazu: www.kath.net)

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Abtreibungsskandal Teil III: In Berlin neun von zehn Abtreibungen vom Land finanziert

Berlin (ALfA). Neun von zehn Abtreibungen in Berlin werden aus der Landeskasse finanziert. Das meldet die "Berliner Morgenpost" (Ausgabe vom 15. Dezember). Danach haben im vergangenen Jahr die vorgeburtlichen Kindstötungen den Steuerzahler 3,5 Millionen Euro gekostet, bis Ende Juli diesen Jahres waren es bereits knapp 2 Millionen Euro. Nach Angaben der Gesundheitsverwaltung würden die Kosten von 90 Prozent aller nach der Beratungsregelung vorgenommenen "rechtswidrigen, aber straffreien" Abtreibungen vom Land bezahlt. Laut der Zeitung hat das die Antwort auf eine mündliche Anfrage des CDU-Abgeordneten Frank Henkel ergeben.

Henkel, parlamentarischer Geschäftsführer der CDU, hat die Zahl als erschreckend bezeichnet, da die Kostenübernahme aus der Staatskasse laut dem Gesetz nicht der Regelfall, sondern nur die Ausnahme sein dürfe, so die Zeitung weiter. Offenbar würden die Anträge zu großzügig bewilligt und die Angaben der Frauen nicht hinreichend überprüft. Wie die "Berliner Morgenpost" weiter berichtet, argumentierte Roswitha Steinbrenner, Sprecherin von Gesundheitssenatorin Heidi Knake-Werner (PDS), dagegen: "Wir liegen mit dem Prozentsatz im bundesweiten Durchschnitt." Laut Statistik würden viele Abtreibungen bei Frauen im Alter zwischen 18 und 25 vorgenommen. Im Jahr 2003 seien bis Ende August in Berlin insgesamt 8259 Abtreibungen gemeldet worden, davon 2548 bei Schwangeren in dieser Altersgruppe. Der hohe Prozentsatz der Kostenübernahme sei auch darauf zurückzuführen, dass die meisten Frauen in diesem Alter nicht über ein eigenes Einkommen verfügten, so Steinbrenner.

Das 1996 verabschiedete "Gesetz zur Hilfe für Frauen bei Schwangerschaftsabbrüchen in besonderen Fällen" sieht vor, dass das Land die Kosten einer Abtreibung nach der Beratungsregelung dann übernimmt, wenn das verfügbare persönliche Einkommen der Schwangeren 961 Euro nicht übersteigt.

Bereits im November hatte der Bundesverband Lebensrecht e.V. (BVL) auf die Praxis der Finanzierung "rechtswidriger, aber straffreier" Abtreibungen hingewiesen (vgl. ALfA-Newsletter vom 14. November). Es sei eine Skandal, dass allein das Land Nordrhein-Westfalen im Landeshaushalt 2003 nahezu 9,5 Millionen Euro zu diesem Zweck bereitstellen würde, hieß es in einer Pressemitteilung (13. November).

(mehr dazu: http://morgenpost.berlin1.de)

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"Ohne Wenn und Aber": BKU fordert von Union klares Bekenntnis zum Lebensschutz

Berlin (ALfA). Der Bund Katholischer Unternehmer (BKU) fordert von der Union ein eindeutiges Bekenntnis zum Lebensschutz. Das meldet "Die Tagespost" (Ausgabe vom 18. Dezember). "Jede Art von Kompromiss in dieser Frage führt unweigerlich zu einem Dammbruch", zitiert das Blatt die BKU-Vorsitzende und CDU-Bundestagsabgeordnete Marie-Luise Dött. Das menschliche Leben beginne mit der Verschmelzung von Ei- und Samenzelle. Von diesem Zeitpunk an sei es auch "ohne Wenn und Aber zu schützen", so Dött. Gelte der Lebensschutz nicht von Anfang an, könne die Frage nach dem Beginn menschlichen Lebens und der Menschenwürde bald nach Belieben diskutiert werden.

Wenn der Import von embryonalen Stammzellen und die Forschung an ihnen erlaubt würden, solange sie vor einem bestimmten Stichtag gewonnen worden seien, stelle sich auch die Frage nach Nachschub, sobald diese verbraucht seien. "Dann werden wir bald unter Hinweis auf Arbeitsplätze und medizinische Wunderdinge mit der Forderung nach Embryonennachschub konfrontiert", zitiert das Blatt die BKU-Vorsitzende. Wenn die Präimplantationsdiagnostik unter Auflagen erlaubt würde, führe das dazu, dass die Mütter unter großen Druck geraten, ihre Embryonen testen zu lassen und erblich belastete Kinder abzutreiben. Wer dann noch ein behindertes Kind zur Welt bringe, gerate unter Rechtfertigungsdruck, gibt "Die Tagespost" Dött wieder.

(mehr dazu: www.die-tagespost.de)

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Wer wird Millionär? PPFA verdiente 2002 36,6 Millionen Dollar mit Abtreibungen

Washington (ALfA). Die US-amerikanische Abtreibungsorganisation "Planned Parenthood Federation" (PPFA) hat im Jahr 2002 einen Rekordgewinn von 36,6 Millionen Dollar erzielt und kann somit einen Gewinnzuwachs von 300 Prozent verbuchen. Das meldet der katholische Nachrichtendienst "kath.net" (16. Dezember). Laut dem Jahresbericht der Organisation für die Jahre 2002-2003 seien 227.385 Kinder mit Unterstützung der PPFA im vergangenen Jahr vor ihrer Geburt getötet worden. Während die Zahl der Abtreibungen in den USA im Jahr 2001 zurückgegangen sei, habe die PPFA einen Zuwachs von 14.000 vorgeburtlichen Kindstötungen zu verzeichnen.

Der Direktor der "American Life Leagues STOPP" hat die Ergebnisse des Jahresberichtes scharf kritisiert, so "kath.net" weiter. "Die PPFA gibt vor, Abtreibungen zu reduzieren, die Zahlen in ihren Einrichtungen sind jedoch mit drei Millionen Abtreibungen seit 1970 in die Höhe geschnellt", zitiert der katholische Nachrichtendienst Jim Sedlak. Ein Beispiel aus Texas zeige, dass die Eröffnung einer solchen Einrichtung die Anzahl der Abtreibungen in der Umgebung um 153 Prozent ansteigen lasse.

Laut "kath.net" zeigt der Jahresbericht auch, dass die PPFA für den Tod zahlreicher weiterer ungeborener Kinder verantwortlich sein könnte, nämlich durch den Verkauf von 633.765 "Pillen danach".

(mehr dazu: www.kath.net)

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Kino-Spots für Schwangere in Not: "vitaL" startet Aktion in Hamburg

Hamburg (ALfA). Schwangere Frauen in Not und ihre Angehörigen sind die Hauptzielgruppe der Kino-Werbespots, die ab Anfang Januar in 15 Kinos in Hamburg ausgestrahlt werden, unter anderem in Cinemaxx-, UCI- und UFA-Kinos. Das erklärte Initiatorin Alexandra Maria Linder von der Bürgerinitiative "vitaL - Es gibt Alternativen" in einer Mitteilung an die Presse (16. Dezember). "Die Filme möchten Frauen in der Konfliktsituation einer ungeplanten Schwangerschaft Mut machen und eine positive und hilfsbereite Haltung in der Gesellschaft fördern", so Linder.

Die Frau als selbständig handelnde Persönlichkeit stehe im Mittelpunkt; die am Ende eingeblendete Telefonnummer (0180 - 36 999 63) weise auf die Beratungs- und Informationsmöglichkeit hin. Unter dieser Nummer, die rund um die Uhr besetzt ist, könne ein erstes, auf Wunsch anonymes Gespräch geführt werden. Laut Linder sind dort zum Beispiel auch Adressen von wohnortnahen kompetenten Beratungsstellen, von Ansprechpartnern für Frauen nach einer Abtreibung und Mutter-Kind-Einrichtungen erhältlich. In den Kinos liegen Handzettel zur Mitnahme aus, so die Initiatorin weiter.

"Das Telefon ist durch qualifizierte Beraterinnen und Berater besetzt, die bundesweit zusammenarbeiten und gleichzeitig die Kooperation von Hilfsstellen und Vereinigungen fördern, die in diesem Bereich tätig sind, etwa ALfA, Pro Vita oder KALEB", erklärt Linder. In Hamburg sind der ALfA-Ortsverband Tornesch, die Hilfe für Schwangere in Norddeutschland e.V. und pro Vita die Partnerverbände.

Die Idee kommt nach Angaben Linders aus den USA. Dort laufen solche Werbespots seit Jahren sehr erfolgreich. Das Konzept für Deutschland hat "vitaL" seit März 1999 erarbeitet.


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