ALfA-Newsletter vom 31.01.2004

News

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Überraschung: Was Deutsche über Reproduktionsmedizin denken und wissen

Berlin (ALfA). Die überwiegende Mehrheit der Deutschen besitzt von den Möglichkeiten und Grenzen der modernen Reproduktionsmedizin nur unzutreffende Vorstellungen und Kenntnisse. Das geht aus einer der Redaktion vorliegenden Studie hervor, die Medizinpsychologen der Universität Leipzig am Donnerstag (29.01.) in Berlin vorgestellt haben.

Für die repräsentative Studie befragte das Berliner Markt- und Meinungsforschungsinstitut USUMA im Auftrag der Universität Leipzig 2110 Frauen und Männer im Alter von 18 bis 50 Jahren über Wissen und Einstellungen zur Reproduktionsmedizin sowie der in Deutschland verbotenen Präimplantationsdiagnostik (PID). Die Studie ist Teil des vom Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft, Forschung und Technologie (BMBF) geförderten Forschungsverbundes "Einstellungen und Wissen zu kontroversen medizinischen Fragen der Reproduktionsmedizin und Präimplantationsdiagnostik".

Der Studie zufolge ist der gegenwärtige Bedarf der Deutschen nach Methoden der künstlichen Befruchtung überaus gering. Entgegen der Darstellung vieler Reproduktionsmediziner, litten überhaupt nur ein bzw. zwei Prozent der Deutschen an primärer (angeborener) bzw. sekundärer (erworbener) Unfruchtbarkeit. Reproduktionsmediziner gingen dagegen davon aus, dass 15 bis 20 von 100 Paaren bei steigender Tendenz ungewollt kinderlos blieben. Auch hätten nur 1,3 Prozent der Befragten angegeben, bis zum Zeitpunkt der Befragung ein Verfahren der Reproduktionsmedizin in Anspruch genommen zu haben. Von ihnen hatten 56 Prozent eine künstliche Befruchtung, 30 Prozent eine Hormonbehandlung und 11 Prozent eine andere Behandlung durchführen lassen.

Ein weiteres wichtiges Ergebnis der Studie lautet: Gegenwärtig sind rund 10 Prozent der Deutschen "gewollt kinderlos". Diese Zahl werde noch weiter steigen, da "davon auszugehen ist, dass ein Teil der zum Teil ambivalenten Personen den Kinderwunsch nicht realisiert bzw. ein Teil derjenigen, die ein Kind wollen, die Realisierung zu lange herausschiebt", heißt es weiter. Lediglich 3,2 Prozent der Befragten äußerten, zum Zeitpunkt der Befragung einen starken bzw. sehr starken Kinderwunsch zu hegen.

Gleichwohl gaben 26,1 Prozent der Frauen und 35,9 Prozent der befragten Männer an, bei einem nicht auf natürlichem Wege erfüllbaren Kinderwunsch "alle möglichen medizinischen Verfahren nutzen" zu wollen. Dagegen sprachen sich 21,5 Prozent der Frauen und 21,9 Prozent der Männer für eine Adoption als Weg zur Erfüllung des Kinderwunsches aus. 26,3 Prozent der Frauen und 19 Prozent der Männer gaben an, im Falle der Feststellung von Unfruchtbarkeit die ungewollte Kinderlosigkeit akzeptieren zu wollen. Der Studie zufolge ist die Akzeptanz reproduktionsmedizinischer Verfahren mit 35 Prozent in der Altersgruppe der 18-30jährigen höher als bei allen anderen Altersgruppen.

Auf die Frage, wie hoch sie die Erfolgsaussichten der künstlichen Befruchtung einschätzten, bezifferten 32 Prozent der Befragten die Erfolgsrate der künstlichen Befruchtungen auf bis zu 50 Prozent und 28 Prozent auf bis zu 80 Prozent; 7,6 Prozent gar auf über 80 Prozent. Nur 13 Prozent sahen die Erfolgsrate bei bis zu 25 Prozent und 19,4 Prozent bei zehn Prozent. Tatsächlich liegt die baby-take-home-Rate, die je nach Methode leicht differiert, bei rund 15 Prozent.

Auch über die Fruchtbarkeit als solche haben die Deutschen der Studie zufolge nur wenig Ahnung. Nur 3 Prozent der Befragten wussten, dass die Fruchtbarkeit der Frau bereits im Alter von 25 Jahren abzunehmen beginnt. Dagegen nehmen 28 Prozent der Befragten an, dass die Fruchtbarkeit der Frau erst ab einem Alter von 40 Jahren sinkt. 33 Prozent nehmen an, dass dies erst ab 45 Jahren bzw. nach den Wechseljahren der Fall wäre.

Obwohl 50 Prozent der Befragten der Meinung sind, dass "kinderlose Paare alle Techniken der Fortpflanzungsmedizin nutzen sollten, um leibliche Kinder zu bekommen" und nur 17 Prozent das ablehnen, sind sich immerhin 31 Prozent bewusst, dass die Anwendung neuer Techniken in der Fortpflanzungsmedizin "schwerwiegende moralische Konflikte" verursacht. 42 Prozent stimmen dem teilweise zu. Nur 27 Prozent lehnen eine solche Einschätzung ab.

Während 83 Prozent das reproduktive Klonen ablehnen (nach dem Klonen zu Forschungszwecken wird in der vom BMBF geförderten Studie nicht gefragt), stößt die Präimplantationsdiagnostik bei den Befragten auf breite Zustimmung. Bei der in Deutschland bislang verbotenen PID werden künstliche Embryonen vor der Übertragung in den Uterus einem genetischen Check unterzogen. Genetisch auffällige Embryonen sollen so selektiert werden.

Der Studie zufolge geben 63 Prozent der Befragten an, eine PID durchführen zu lassen, um auszuschließen, dass das Kind im ersten Lebensjahr an einer Krankheit sterben könnte. 49,7 Prozent würden die PID auch anwenden, um eine chronische Erkrankung auszuschließen, bei der das Kind "wahrscheinlich im frühen Erwachsenenstadium" verstürbe. 59,2 Prozent würden die PID einsetzen, um kein Kind mit Down-Syndrom zu bekommen. 11,7 Prozent würden die PID in Anspruch nehmen, um keine Kinder mit "unterdurchschnittlicher Intelligenz" zu bekommen; 9,9 Prozent bei einem "Risiko für starkes Übergewicht und 6,2 Prozent beim "nicht gewünschten Geschlecht".

Allerdings ist auch das Wissen der Deutschen über die PID überaus gering. 60 Prozent hatten bis zum Zeitpunkt der Befragung noch nie etwas von der PID gehört. Dennoch meinte jeder zweite fälschlicherweise, mit der PID könnten "alle Arten von Krankheiten" vorhergesagt werden.

Die Studie als PDF unter: www.uni-leipzig.de/~medpsy/pdf/presse_repromedizin.pdf

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Künstliche Befruchtungen sind gefährlich: Bei Geburt häufiger Komplikationen

London (ALfA). Bei Kindern, die aus einer künstlichen Befruchtung hervorgegangen sind, treten deutlich mehr Komplikationen bei der Geburt auf, als bei natürlich gezeugten Kindern. Das meldet das "Deutsche Ärzteblatt" (Ausgabe vom 27.01.) unter Berufung auf eine Veröffentlichung niederländischer Forscher im Britisch Medical Journal. Dem Bericht zufolge verglichen die Wissenschaftler 25 kontrollierte Studien, bei denen die Umstände der Geburt von künstlich erzeugten Kindern und der von natürlich gezeugten Kindern untersucht worden waren. Verglichen wurden dabei Kriterien wie vorzeitiger Geburtstermin, Geburtsgewicht, Entwicklungsreife, Kaiserschnitt, die Notwendigkeit von Intensivpflege nach der Geburt sowie Tod bei der Geburt. Das Ergebnis: Die durch künstliche Befruchtung erzeugten Kinder waren kleiner, besaßen ein geringeres Geburtsgewicht und kamen oftmals vorzeitig zur Welt (40 Prozent).

(mehr dazu: www.aerzteblatt.de)

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Kommission legt Bericht zu Stammzellgesetz vor: Droht neue Stichtagsregelung?

Berlin (ALfA). Die von der Bundesregierung eingesetzte "Zentrale Ethik-Kommission für Stammzellforschung" (ZES) hält eine Lockerung des Embryonenschutzes derzeit nicht für nötig. Das berichtet die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" (Ausgabe vom 29.01.). "Grundlagenforschung und Forschung mit Perspektiven für Diagnose, Prävention und Therapie sind auch in Deutschland mit den importierbaren humanen Zelllinien möglich", zitiert die Zeitung aus einer Erklärung der Kommission, die diese anlässlich der Präsentation ihres ersten Erfahrungsberichts veröffentlicht hat.

Wie der Vorsitzende der ZES, der Philosophieprofessor Ludwig Siep, in einem Namenbeitrag für die "Süddeutsche Zeitung" (Ausgabe vom 30.01.) schreibt, würde die derzeit geltende Stichtagsregelung jedoch von "Seiten der Forschung" erneut zur Diskussion gestellt, wenn ?die gegenwärtig zulässigen Zelllinien zur Bearbeitung wichtiger Forschungsfragen nicht ausreichen." Weitere Zelllinien könnten, so Siep, erforderlich werden, um etwa epigenitische Veränderungen studieren zu können, die für die "spätere klinische Anwendung von großer Bedeutung" seien.

Die vor dem 01. Januar 2002 weltweit etablierten embryonalen Stammzellen seien ausnahmslos auf tierischen Nährzellen (zumeist embryonalen Maus-Fibroblasten) kultiviert worden. Das berge das Risiko der Übertragung von Maus-Viren auf die menschlichen embryonalen Stammzellen. Dagegen seien die embryonale Stammzellen, die "von Anfang an auf rein menschlichen Nährzellen kultiviert wurden", erstmals im Sommer 2002 erzeugt worden.

(mehr dazu: www.faz.net, www.sueddeutsche.de)

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Konsequent, nur in die falsche Richtung gedacht: Bioethiker sorgt für Aufregung

London (ALfA). Mit seiner Bemerkung, es sei moralisch akzeptabel, Kinder kurz nach der Geburt zu töten, hat der englische Bioethiker John Harris, Mitglied des Bioethik-Komitees der "British Medical Association" (BMA) international für Aufregung gesorgt. Das berichtet "BBC News" (Online-Ausgabe vom 26.01.) unter Berufung auf den "Sunday Telegraph". Danach sehe Harris keinen moralischen Unterschied zwischen der späten Abtreibung ungeborener Kinder und der Tötung Neugeborener: "Es gibt keinen ersichtlichen Grund, warum man - aus ethischer Perspektive - über einen Fötus, der sich außerhalb des Mutterleibes befindet, anders denken sollte als über einen Fötus im Mutterleib", wird Harris zitiert.

Dagegen bezeichnete Julia Millington von der "ProLife-Party" die Aussagen von Harris als "absolut entsetzlich". Kindestötung sei Mord und verstoße gegen das Gesetz. "Es ist beängstigend daran zu denken, dass Studierende von jemanden belehrt werden, der den Mord an Neugeborenen gutheißt und beunruhigend, dass so eine Person auch ein Mitglied der Ethikkommission der BMA ist", so Millington laut "BBC News".

(mehr dazu: http://news.bbc.co.uk)

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Merke Joschka: EU-Parlament stützt Costa Ricas Initiative für totales Klon-Verbot

Brüssel (ALfA). Das Europäische Parlament hat in einer Resolution über die Beziehung der EU zu den Vereinten Nationen ein Verbot des Klonens von Menschen auf UN-Ebene verlangt und eine entsprechende Initiative Costa Ricas unterstützt.

Seit Monaten findet auf Ebene der Vereinten Nationen ein heftiger Streit über das Verbot des Klonen von Menschen statt. Costa Rica hatte, unterstützt von mehr als 60 Staaten, darunter Spanien, Italien, Norwegen, die USA und die Philippinen, eine Initiative zum umfassenden Klonverbot gestartet. Diese sieht vor, nicht nur das reproduktive Klonen mit dem Ziel, das geklonte Baby zur Welt zu bringen, sondern auch das Klonen zu Forschungszwecken mit dem Ziel Stammzellen zu gewinnen, zu verbieten. Dem gegenüber steht eine Initiative Belgiens, die von etwa 20 Ländern unterstützt wird (unter anderem China und Großbritannien) und nur das reproduktive Klonen verbieten will.

Der CDU-Europaabgeordnete Peter Liese (29.01.) begrüßte die Resolution des EU-Parlaments. Zwar habe sich das Europäische Parlament "wiederholt mit dem Thema befasst und stets ein umfassendes Verbot des Klonens verlangt. Zum ersten Mal wird aber die Initiative Costa Ricas konkret erwähnt", so Liese in einer Mitteilung an die Presse (29.01.).

Nach Ansicht von Liese könne "die Beschlussfassung des Europäischen Parlaments die Bundesregierung ermutigen, endlich konstruktiv auf der Basis des Resolutionsentwurfs von Costa Rica mitzuarbeiten". Dagegen sei das von Belgien vorgeschlagene partielle "nicht umsetzbar", "ethisch nicht vertretbar", "frauenfeindlich" und angesichts von Alternativen auch wissenschaftlich "nicht notwendig", so der Vorsitzender der Arbeitsgruppe Bioethik der größten Fraktion im Europäischen Parlament (EVP/ED) weiter.

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Aufgeschoben, nicht aufgehoben: Europarat vertagt erneut Debatte über Euthanasie

Strassburg (ALfA). Der Europarat hat die für den 29. Januar geplante Euthanasie-Debatte erneut vertagt und den Bericht des Schweizer Europaabgeordneten Dick Marty von der Tagesordnung genommen. Das meldet der Katholische Nachrichtendienst "kath.net" (Online-Ausgabe vom 27.01.). Marty fordert, in den 45 Mitgliedsstaaten des Europarates müsse die Euthanasie unter bestimmten Bedingungen straffrei gestellt werden. Bislang hat der Europarat die Sterbehilfe abgelehnt.

Wie "kath.net" weiter meldet, sei es in Strassburg im Zusammenhang mit der Verschiebung der Euthanasie-Debatte zu einem Meinungsaustausch gekommen, an dem Mitglieder des Ausschusses für Sozialordnung, Gesundheit und Familie des Europarates sowie ein Vertreter des Ständigen Ausschusses Europäischer Ärzte und des Europabüros des Vereins "Recht auf Sterben" teilnahmen. Organisationen, die Euthanasie ablehnen, seien nicht zu Wort gekommen.

Begründet worden sei die Verschiebung mit der Kontroversität des Themas: Es gebe sehr unterschiedliche Auffassungen und die Diskussion solle vor allem in den Mitgliedsstaaten stattfinden, berichtet "kath.net". Die slowakische Vorsitzende, Irena Belohorska habe den Meinungsaustausch mit dem Vorschlag beschlossen, die Diskussion möge in den einzelnen Mitgliedsstaaten auf nationaler Eben fortgeführt werden.

Die Debatte über Euthanasie wurde im Europarat binnen weniger Monate bereits zum dritten Mal von der Tagesordnung gestrichen.

Eugen Brysch, Geschäftsführender Vorstand der Deutschen Hospiz Stiftung wertete die Debatte über die Euthanasie "als Konsequenz einer Apparatemedizin, in der der Mensch oder menschliche Zuwendung keine Rolle mehr spielt". Im Interview mit der katholischen Zeitung "Die Tagespost" (Ausgabe vom 29. Januar) forderte Brysch: "Wir brauchen andere, ganzheitliche Strukturen. Medizin und Pflege müssen wahrnehmen, dass Schwerstkranke und Strebende auch Teil des Gesundheitssystems sind."

(mehr dazu: www.kath.net; www.die-tagespost.de)

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"Sterben in Würde": Berliner Symposium warnt vor Legalisierung der Euthanasie

Berlin (ALfA) Experten verschiedener Wissenschaftsdisziplinen haben sich am vergangenen Donnerstag (29.01.) in Berlin für die Beibehaltung des Verbots der Euthanasie ausgesprochen. Das geht aus einer Pressemitteilung der Christdemokraten für das Leben (CDL) hervor.

Danach hob Manfred Spieker, Professor für Christliche Sozialwissenschaften in Osnabrück, auf dem von der CDL und der Konrad-Adenauer-Stiftung organisierten Symposium "Sterben in Würde" die Gefahr einer Aufhebung des Tötungsverbots für das Zusammenleben in einer Gesellschaft hervor und bezeichnete die aktive Sterbehilfe als "Irrweg". Auch Ulrich Eibach, Professor an der Evangelisch-Theologischen Fakultät der Uni Bonn und Klinikseelsorger, widersprach der Mitteilung zufolge, der Forderung, "aktive Sterbehilfe und Beihilfe zur Selbsttötung zum Menschenrecht" zu erheben.

Während der Stellvertretende CDU-Bundesvorsitzende Christoph Böhr laut der CDL- Mitteilung seine Ablehnung der Euthanasie mit dem Menschenwürdegebot des Grundgesetzes begründete, stellte Professor Eberhard Klaschik, Mitglied der Enquete-Kommission "Recht und Ethik der modernen Medizin" des Deutschen Bundestages und Professor für Palliativmedizin in Bonn die Leistungsfähigkeit der Schmerztherapie heraus, die er als "aktive Lebenshilfe" bezeichnete. Franco Rest, Professor für Erziehungswissenschaften, Sozialphilosophie und Sozialethik, beleuchtete laut CDL, kritisch die Praxis der Patientenverfügung und "legte die Gefahren des dadurch verursachten Einstiegs in die Euthanasie durch die Hintertür offen".

Die CDL-Bundesvorsitzende, Mechthild Löhr appellierte an die Politik, eine Legalisierung der Euthanasie in Deutschland weiter zu verhindern. In einem Land, in dem man Menschen tötet, weil sie schwach, behindert oder alt sind, könne niemand mehr in Sicherheit und mit Vertrauen in die Medizin leben. Die CDL ist eine Lebensrechtsinitiative innerhalb der CDU/CSU und Mitglied im Bundesverband Lebensrecht (BVL).

(mehr dazu: www.cdl-online.de)

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Profitsucht: Anatomie-Professoren kritisieren von Hagens "Körperwelten"

Heidelberg (ALfA). Professoren des Instituts für Anatomie und Zellbiologie der Universität Heidelberg haben die Ausstellung "Körperwelten" ihres Fachkollegen Gunther von Hagens scharf kritisiert. In einer gemeinsamen Erklärung, die von der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (Ausgabe vom 28. Januar) abgedruckt wurde, distanzieren sich die sieben Wissenschaftler nachdrücklich von der Leichenschau.

Für die Ausstellung würde mit dem angeblichen Ziel geworben, das anatomische Wissen der Bevölkerung erweitern zu wollen. Die Autoren halten fest: "Diesem Anspruch wird die Ausstellung in keiner Hinsicht gerecht". Die menschlichen Präparate würden oft in einer Weise präsentiert, "die die Anatomie völlig verfälscht." Die angebotenen Erklärungen seien inhaltlich "völlig unzureichend" und didaktisch inakzeptabel. Diejenigen Menschen, die die Ausstellung tatsächlich aus Interesse an der Anatomie besuchten, "werden um ihr Eintrittsgeld betrogen", so die Heidelberger Professoren.

Auch würden Leichen "in einer Weise präsentiert, die vom völligen Fehlen eines verantwortlichen Umgangs mit Verstorbenen zeugt. Es ist nicht vertretbar, Leichen aus Profitgründen zu Gegenständen der Neugierde und der Sensationslust herabzuwürdigen", heißt es in der Erklärung weiter. Ein Medizinstudent, der im Sektionskurs die Leichen ähnlich pietätslos behandeln würde, müsste mit dem sofortigen Ausschluss aus dem Kurs rechnen, so die Hochschullehrer.

(mehr dazu: www.faz.net)

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